Hmmmm - im ersten Moment habe ich gedacht "Niemals -was für ein Mist!" - aber irgendwie, beim zweiten Überlegen - das hat was! Wir begeben uns damit ja in keine Abhängigkeit und machen auch keine Werbung. Zudem hätte ich kein Problem damit, meine (allerdings eher seltenen) Amazon-Bestellungen auf diesem Wege abzuwickeln.
Da der Verein ja derzeit Probleme mit dem Geld ausgeben hat: besteht eigentlich die Möglichkeit, daß der Verein 1-Euro-Jobber anstellt? Oder 400 Euro-Jobs vergibt? Es gibt ja massig zu tun in der Wikipedia, warum nicht 2, 3 Leute mit bestimmten Aufgaben beauftragen? Etwa dem Verfassen von Grundlagenartikeln, die häufig schlecht sind. Als gemmeinnütziger Verein wäre das doch machbar - oder nicht? Und wenn man das in Form von 1-Euro-Jobs amcht, wäre es auch nicht wirklich eine riesige finanzielle Verpflichtung. Und genug derzeit Arbeitslose, die das Angebot gerne annehmen würden, haben wir sicher. Wobei das dann mit 400-Euro-Jobs noch besser wäre. Ist zwar hier nur eine unausgegorene Idee - aber vieleicht kann man ja mal drüber nachdenken?
Marcus
Hallo,
ich bin Gründungsmitglied des Wikimedia Deutschland e.V. Ich arbeite seit anderhalb Jahren bei der zanox.de AG und habe hier (auch mit dem Gedanken an Wikimedia) ein Produkt entwickelt, um automatisch Spenden zu sammeln.
Dazu legt man eine Instanz eines Shoppingportals an, auf dem bei jedem Produkt und jedem Shop eine Spende ausgewiesen ist, die vom Händler für die Vermittlung an den Betreiber des Portals überwiesen wird. Das Tracking und die Zahlungsabwicklung wird vollständig von der zanox.de AG übernommen. Dem Portalbetreiber entstehen keinerlei Kosten.
Ich habe so ein Portal einmal beispielhaft angelegt: http://ad.zanox.com/ppc/?4222815C1779299634
Das Portal könnte von der Spendenseite http://www.wikimedia.de/Spenden mit diesem Code eingebunden werden:
<!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code -->
<!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) -->
<a href="http://ad.zanox.com/ppc/?4222848C1277427846T"><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?4222848C1277427846" align="bottom" width="80" height="31" border="0" hspace="1" alt="Kaufen & Spenden"></a>
<!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code -->
Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Arbeit Früchte tragen könnte. Für eine Rücksprache stehe ich gern zur Verfügung. Die zanox.de AG ist auch bereit als Sponsor für Wikimedia Deutschland e.V. zu wirken.
Mit freundlichem Gruß,
Sebastian Wallroth Graduate Engineer Product Manager, Project Manager
zanox AG - we create partners Stralauer Allee 2 10245 Berlin, Germany Tel.: +49(0)30 509691-422 Fax.: +49(0)30 509691-99 Mail: sebastian.wallroth@zanox.com Web: http://www.zanox.com
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Marcus Cyron schrieb:
Hmmmm - im ersten Moment habe ich gedacht "Niemals -was für ein Mist!" - aber irgendwie, beim zweiten Überlegen - das hat was! Wir begeben uns damit ja in keine Abhängigkeit und machen auch keine Werbung. Zudem hätte ich kein Problem damit, meine (allerdings eher seltenen) Amazon-Bestellungen auf diesem Wege abzuwickeln.
Es handelt sich anscheinend bei dem Vorschlag *nicht* um Spenden sondern um eine Provision, auf die Steuern zu entrichten sind. Außerdem ist dies sehr wohl eine Art von Werbung, vergleichbar mit Sponsoring. Wir können ja mal drüber nachdenken aber grundsätzlich ist es besser so wenig Werbung für andere Unternehmen zu machen wie möglich.
Da der Verein ja derzeit Probleme mit dem Geld ausgeben hat: besteht eigentlich die Möglichkeit, daß der Verein 1-Euro-Jobber anstellt? Oder 400 Euro-Jobs vergibt?
Grundsätzlich schon, praktisch erstmal nicht.
Es gibt ja massig zu tun in der Wikipedia, warum nicht 2, 3 Leute mit bestimmten Aufgaben beauftragen?
Und für Arbeiten an Artikeln in der Wikipedia sowieso nicht. Denkbar wäre die Erstellung von Informationsmaterial über Wikimedia-Projekte und freies Wissen, das Halten von Lehrgängen und Vorträgen, Betreuung von Messeständen, Kontakt mit Presse und Experten etc. - aber solange das wie bisher mit ehrenamtlicher Arbeit (bei Übernahme von Unkosten durch den Verein) zu leisten ist, ist dies die bessere Variante.
Schöne Grüße, Jakob
Und für Arbeiten an Artikeln in der Wikipedia sowieso nicht.
Vielleicht sollte man von diesem Dogma wenigstens theoretisch mal abweichen. Theoretisch wäre es schon denkbar, Autoren auf Honorarbasis für bestimmte Artikel zu beschäftigen - zumindest rechtlich sollte das für den Verein kein Problem sein.
Oder als klassisches "Was-wäre-wenn"-Spiel:
Was wäre wenn,
... der Verein einen freischaffenden Wissenschaftsjournalisten oder Wissenschaftler damit beauftragt, gegen eine Pauschalsumme von x Euro beispielsweise die Artikel "Gentechnik", "Grüne Gentechnik" und "Rote Gentechnik" zu schreiben.
... Firma BiotechXY einen freischaffenden Wissenschaftsjournalisten oder Wissenschaftler damit beauftragt, gegen eine Pauschalsumme von x Euro beispielsweise die Artikel "Gentechnik", "Grüne Gentechnik" und "Rote Gentechnik" in der WP zu schreiben.
... Firma BiotechXY einen Autoren damit beauftragt, gegen eine Pauschalsumme von x Euro einen Artikel über die Firma in der WP zu schreiben.
... der Verein ein Angebot an BiotechFirma XY unterbreitet, mit dem er Autoren vermittelt, die gegen eine Pauschalsumme von x Euro die Artikel "Gentechnik", "Grüne Gentechnik" und "Rote Gentechnik" schreiben.
... der Verein ein Angebot an BiotechFirma XY unterbreitet, mit dem er Autoren vermittelt, die gegen eine Pauschalsumme von x Euro einen Artikel über die Firma in der WP schreiben.
... Firma Raschka Inc. Autorenservices ein Angebot an BiotechFirma XY unterbreitet, mit dem er Autoren vermittelt, die gegen eine Pauschalsumme von x Euro die Artikel "Gentechnik", "Grüne Gentechnik" und "Rote Gentechnik" schreiben.
... Firma Raschka Inc. Autorenservices ein Angebot an BiotechFirma XY unterbreitet, mit dem er Autoren vermittelt, die gegen eine Pauschalsumme von x Euro einen Artikel über die Firma in der WP schreiben.
Was spricht pauschal dagegen, was wären die Konsequenzen? Wo sind die Grenzen, warum sind diese Grenzen gesetzt? Wie könnten wir die kommerziellen Szenarien steuern, wollen wir das überhaupt? Muß der Verein sich diesbezüglich an konsentionelle Überlegungen der Community halten, muss er Ideen und Konzepte der Foundation einhalten?
Ich finde dieses Gedankenexperiment sehr spannend und könnte mir mit ein wenig Phantasie alle angesprochenen Szenarien vorstellen - vor allem vor dem Background, dass die Satzung dem Verein keine der Optionen verbietet (Autorenbeschäftigung ist zumindest meines Wissens nicht ausgeschlossen) und auch alle Optionen als Resultat eine Förderung des freien Wissens bedeuten. Vielleicht sollte ich Raschka Inc. Autorenservices gründen ;O)
Gruß, Achim
Am 07.10.06 schrieb Achim Raschka achim_raschka@gmx.de:
Und für Arbeiten an Artikeln in der Wikipedia sowieso nicht.
Vielleicht sollte man von diesem Dogma wenigstens theoretisch mal abweichen. Theoretisch wäre es schon denkbar, Autoren auf Honorarbasis für bestimmte Artikel zu beschäftigen - zumindest rechtlich sollte das für den Verein kein Problem sein.
Über solche Dinge habe ich neulich auch mal nachgedacht. Das Problem fängt für mich mit dem Urheberrecht an. Ist es eigentlich in Ordnung, Leute dafür zu bezahlen und damit quasi zu zwingen, unter einer freien Lizenz zu veröffentlichen? Es gibt ja diverse OpenSource-Projekte, bei denen Leute dafür bezahlt werden, freien Code zu produzieren. Anscheinend also schon?
Der zweite Aspekt ist die Sache mit der Neutralität, die ein spezielles der Wikipedia ist und mit OpenSource nichts zu tun hat. Ich meine, machen wir uns nichts vor: in der Wikipedia arbeiten viele bezahlte Leute aus Presseabteilungen mit, seien es von Firmen, Personen oder von Städten. Dass das sone Sache ist, ist ja kein Geheimnis. Es gibt viele Beispiele, wo das zu Unfrieden geführt hat, allerdings auch Beispiele wo die Zusammenarbeit gut funktioniert hat.
Speziell beim Verein sehe ich das aber als ungünstig an. Auf welcher Basis soll entschieden werden, welche Artikel geschrieben werden sollen? Wenn an diesem Artikel dann ein zweiter Autor kommt und das ganze Ding komplett umschreibt, was dann? Ich denke da kann man unser Geld an vielen Stellen effektiver und konfliktfreier ausgeben.
Viele Gruesse
Philipp
* P. Birken pbirken@gmail.com [2006-10-07 17:16]:
Über solche Dinge habe ich neulich auch mal nachgedacht. Das Problem fängt für mich mit dem Urheberrecht an. Ist es eigentlich in Ordnung, Leute dafür zu bezahlen und damit quasi zu zwingen, unter einer freien Lizenz zu veröffentlichen? Es gibt ja diverse OpenSource-Projekte, bei denen Leute dafür bezahlt werden, freien Code zu produzieren. Anscheinend also schon?
Alle Autoren, wenn sie nicht grad im Selbstverlag veröffentlichen, treten ihr Verwertungsrecht am eigenen Werk an jemand anderen ab, um dafür bezahlt zu werden. Das hat nichts mit Zwang zu tun, das sucht sich jeder selbst so aus.
Gruß, Matthäus Wander.
Am 07.10.06 schrieb Jakob Voss jakob.voss@nichtich.de:
Marcus Cyron schrieb:
Da der Verein ja derzeit Probleme mit dem Geld ausgeben hat: besteht eigentlich die Möglichkeit, daß der Verein 1-Euro-Jobber anstellt? Oder 400 Euro-Jobs vergibt?
Grundsätzlich schon, praktisch erstmal nicht.
Es gibt ja massig zu tun in der Wikipedia, warum nicht 2, 3 Leute mit bestimmten Aufgaben beauftragen?
Und für Arbeiten an Artikeln in der Wikipedia sowieso nicht. Denkbar wäre die Erstellung von Informationsmaterial über Wikimedia-Projekte und freies Wissen, das Halten von Lehrgängen und Vorträgen, Betreuung von Messeständen, Kontakt mit Presse und Experten etc. - aber solange das wie bisher mit ehrenamtlicher Arbeit (bei Übernahme von Unkosten durch den Verein) zu leisten ist, ist dies die bessere Variante.
Nicht wirklich. All das sind Dinge, die ohne ehrenamtliche Arbeit nicht zu finanzieren sind. Anders gesprochen: das sind Arbeiten, die auf keinen Fall darunter fallen, dass durch 1-Euro-Jobs hier _nicht_ normale sozialversicherungspflichtige Jobs unter Konkurrenz gesetzt werden. Pressearbeit, Messebesuche, Marketing, alles wohlbezahlte Jobs. 1-Euro-Jobs sind nicht dazu da, die Situation auf dem Arbeitsmarkt durch staatlich gefördertes Lohndumping zu verschlechtern.
Viele Grüße
Philipp
P. Birken schrieb:
Und für Arbeiten an Artikeln in der Wikipedia sowieso nicht. Denkbar wäre die Erstellung von Informationsmaterial über Wikimedia-Projekte und freies Wissen, das Halten von Lehrgängen und Vorträgen, Betreuung von Messeständen, Kontakt mit Presse und Experten etc. - aber solange das wie bisher mit ehrenamtlicher Arbeit (bei Übernahme von Unkosten durch den Verein) zu leisten ist, ist dies die bessere Variante.
Nicht wirklich. All das sind Dinge, die ohne ehrenamtliche Arbeit nicht zu finanzieren sind.
Dem habe ich nicht widersprochen. Bislang wird die meiste Arbeit durch "0-Euro Jobs" ehrenamtlich erledigt - wenn noch Unkosten anfallen sind es sogar "negativ-Lohn-Jobs"
Anders gesprochen: das sind Arbeiten, die auf keinen Fall darunter fallen, dass durch 1-Euro-Jobs hier _nicht_ normale sozialversicherungspflichtige Jobs unter Konkurrenz gesetzt werden. Pressearbeit, Messebesuche, Marketing, alles wohlbezahlte Jobs. 1-Euro-Jobs sind nicht dazu da, die Situation auf dem Arbeitsmarkt durch staatlich gefördertes Lohndumping zu verschlechtern.
Das ist ein weiterer Punkt - wollen wir sowas überhaupt? Ich denke regulär bezahlte Kräfte oder freie Mitarbeiter sind unstrittig (und hat der Verein ja seit kurzem jetzt auch), aber 1-Euro Jobs sollten wir nicht fördern. Persönlich würde ich mich ja für [[bedingungsloses Grundeinkommen]] einsetzen, da kann dann jeder so viel er will bei Wikimedia und Wikipedia arbeiten, ohne durch lästigen Broterwerb davon abgehalten zu werden - als Mitglied des Vorstands kann ich eine solche politische Forderung aber nicht offiziell vertreten.
Schöne Grüße, Jakob
Am 08.10.06 schrieb Jakob Voss jakob.voss@nichtich.de:
P. Birken schrieb:
1-Euro-Jobs sind nicht dazu da, die Situation auf dem Arbeitsmarkt durch staatlich gefördertes Lohndumping zu verschlechtern.
Das ist ein weiterer Punkt - wollen wir sowas überhaupt? Ich denke regulär bezahlte Kräfte oder freie Mitarbeiter sind unstrittig (und hat der Verein ja seit kurzem jetzt auch), aber 1-Euro Jobs sollten wir nicht fördern. Persönlich würde ich mich ja für [[bedingungsloses Grundeinkommen]] einsetzen, da kann dann jeder so viel er will bei Wikimedia und Wikipedia arbeiten, ohne durch lästigen Broterwerb davon abgehalten zu werden - als Mitglied des Vorstands kann ich eine solche politische Forderung aber nicht offiziell vertreten.
Ich wollte hier kein politisches Statement geben, sondern ausdrücken, dass das vom Gesetzgeber so "vorgeschrieben" ist.
Viele Grüße
Philipp
vereinde-l@lists.wikimedia.org