Prinzipiell gibt es ja derartige Akkreditierungen für Veranstaltungen schon. Einen groben überblick der jeweils aktuellen Veranstaltungen findet man auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Redaktion_Bilder/Foto-_und_Presseterm... Prolineserver knipst bei Nobelpreisverleihungen, Cecil auf Konzerten in Finnland, ich war bei Quadriga und diversen anderen Konzerten. Man muß (als Beispiel) die Quadriga nicht gut finden, das Ergebnis war jedoch die Erstbebilderung zahlreicher Artikel, weil sich dort eben neben B- und C- Sternchen auch echte Promis aufhalten, die man sonst nicht in so gebündelter Form vor die Linse bekommt.
Achims Idee hat natürlich was, man bekommt Bilder von Künstlern, die meist am Beginn ihrer Karriere stehen, von denen wir also sehr wahrscheinlich kein Bildmaterial haben.
Ich sehe aber ein Problem: Solche Fotos kann nicht jeder machen. Es reicht nicht aus, die richtige Technik in der Hand zu haben. In Nürnberg zur Convention haben wir mit der Schauspielerin Bettina Kenter ein Profimodel, da kann jeder mal unter Idealbedingungen sein Glück versuchen. Konzerte sind jedoch genau das Gegenteil, man hat die denkbar ungünstigsten Bedingungen: ständig wechselnde Lichtverhältnisse verlangen eine sehr schnelle Kamera mit lichtstarkem Objektiv, man muß fast immer manuell belichten und die Entfernung einstellen. Man braucht etwas Erfahrung, wie solche Veranstaltungen ablaufen, wen man wann anspricht usw. Wichtig ist der Kontakt zu den Fotokollegen, irgendjemand weiß immer, wo man wann wen bachstage erwischen könnte. Mit den Lichttechnikern kann man meistens einen kleinen Trick vereinbaren, auf ein Zeichen können sie mal für Zuschauer unbemerkt 1-2 Sekunden stabiles und helles Licht schalten. Der verdammte Nebel und Feuerwerke auf der Bühne versauen fast jedes Bild, wenn man das nicht vorher weiß. Sowas erfährt man von den Technikern. Und da setzt dann spätestens Russisch ein.
Ich kenne international weniger als 10 Wikipedianer/Commonsianer, die das zuverlässig machen könnten...
Gruß Ralf
Am 24. August 2011 17:48 schrieb Achim Raschka achim_raschka@gmx.de:
Hi Ziko,
-------- Original-Nachricht --------
Datum: Wed, 24 Aug 2011 17:35:28 +0200 Von: Ziko van Dijk zvandijk@googlemail.com An: "Mailingliste des Wikimedia Deutschland e. V. / mailing list of
Wikimedia Deutschland e. V." vereinde-l@lists.wikimedia.org
Betreff: Re: [VereinDE-l] Communitybudget: Eurovision Song Contest 2012
Angesichts der großen Aufmerksamkeit des ESC ist die Sache sicher zumindest überlegenswert. Doch wie ist es da allgemein mit Fotografen? Und könnte nicht in der Tat ein Ortsansässiger angeheuert werden? Man müsste sehen, ob die Reisekosten so hoch sind, dass an ihrer Stelle jemand bezahlt werden kann.
Prinzipiell hätte ich gar jemanden zu Hand, bei dem Unterbringungskosten wegfallen würden - azerbaidschanischer Staatsbürger, perfekte Russischkenntnisse - ihn vorzuschlagen wäre aber wohl gleich wieder Vetternwirtschaft. Und natürlich wäre ein aserbaidschanischer Fotograf ebenso geeignet - nur habe ich weder Kontakt zu jemandem noch die Zeit und Energie, jemanden dort zu finden (alternativ könnte man die GS damit beauftragen). Mir ist wichtig, dass wir am Ende des Tages brauch- und nutzbare Bilder haben.
Wenn es sich um Gemeinschaftsgeld handelt, müsste man fragen, ob es allgemeine Politik sein kann, so viel Geld für ein einzelnes (wenn auch besonderes) Event auszugeben. Wie wäre es, wenn lauter ähnliche Anfragen kämen? Wo zöge man die Grenzen?
Natürlich könnte man das fragen, das tue ich doch gerade - muss man das nicht bei jedem Projekt? Von mir aus können wir gern für nächstes Jahr ein ganzes Bündel Events schnüren, für die wir Leute akkreditieren - von Rock am Ring bis Musikantenstadl - solang es konkrete Inhalte für dieses Enzy-Ding bringt.
Davon abgesehen halte ich es für eine gute Idee.
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