[Wikide-l] Kritik an Bertelpedia: Mal 7 Hauptpunkte

Arne Klempert klempert at gmail.com
Mo Jul 7 11:25:51 UTC 2008


2008/7/7 Henriette Fiebig <henriette.fiebig at snafu.de>:
> wenn Dir das immer noch nicht klar ist, dann ist das wirklich ein
> Armutszeugnis … Ich verfolge die Diskussion auch nicht bis in jeden
> hinterletzten Winkel, aber selbst mir ist klar, daß es einige Punkte
> gibt, die recht viele Leute geäußert haben:

Danke für die Zusammenstellung. Diese Punkte kannte ich natürlich.
Aber ist das die "Kritik der Community" und wie können nach Ansicht
"der Community" künftige Projekte so gestaltet werden, dass uns allen
solche unschönen Konflikte erspart bleiben?

In der Zusammenstellung vermisse ich denn auch den einen oder anderen
konstruktiven Ansatz. Bedeutet "Vorbehalte gegen den Partner" jetzt,
dass Wikimedia nach Ansicht der Community mit Bertelsmann überhaupt
nicht zusammenarbeit soll? Gilt das auch für andere Firmen, wenn ja
für welche?

An anderen Stellen gibt es solche konstruktiven Ansätze, aber da
vermisse ich etwas die Initiative. Es ist zum Beispiel vergleichsweise
einfach, vom Verein die Einrichtung eines Autorenbeirates zu fordern,
statt sich als Mitglied der Community mal Gedanken darüber zu machen
ob und wie die Community sich in Fragen - die notwendigerweise
nicht-öffentlich geklärt werden müssen - vertreten lassen möchte
(gegenüber dem Verein, seinen Schwesterorganisation in CH und AT, der
WMF oder sonstwem). Wenn es eine solche Gruppe gäbe, die ein klares
Mandat "der Community" hätte, würde sie ganz sicher auch eingebunden
werden.

Ganz aktuell (und das war der eigentliche Auslöser für diesen Thread)
sind wir übrigens projektbezogen auf der Suche nach solchen Menschen -
damit diese gemeinsam im Dialog mit Wissen Media einige der von Dir
angesprochenen Fragen klären und Bedenken ausräumen können. Ich finde
es außerordentlich bedauerlich, dass ein solches Angebot an die
Community noch vor dem Zustandekommen eines Dialoges in
Schuldzuweisungen enden muss.

> Ihr solltet nicht so
> tun, als müsse man erstmal die Schwere und Tiefe der Kritik ausloten,
> damit man sich danach einen Schuldigen suchen kann.

Der richtige Adressat findet sich nunmal leichter, wenn man weiß, was
man kritisieren möchte. Die von Dir genannten Punkte kann man nämlich
durchaus unterschiedlichen Organisationen oder Personen zuordnen. Aber
vielleicht geht es ja gar nicht darum, mit (konstruktiver) Kritik eine
Veränderung in der Zukunft zu erreichen und es soll in erster Linie
wirklich nur ein "Schuldiger" gesucht werden (obiges Zitat mal auf die
Goldwaage gelegt). Wenn's hilft, stelle ich mich für dieses Amt auch
gerne persönlich zur Verfügung. Mea Culpa.

Viele Grüße
Arne