[Wikide-l] Botschaften, Stille Post & Co

Henriette Fiebig henriette.fiebig at snafu.de
Sa Dez 13 23:56:08 UTC 2008


On 12.12.2008, at 14:37, poupou wrote:

>>> Also, lieber Verein: Baut ein hübsches
>> Botschaftsgebäude
>
> das gibt es schon, der Verein müsste es nur mehr nutzen:
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia Deutschland e.V.
>
>
>> So kann man es machen - aber andererseits
>> hat (der Verein)/(die Elite)/(wer auch immer) nur
>> beschränkte
>> Kapazitäten und manche müssen sogar noch was anderes
>> arbeiten!
>>
>> Will sagen: Das hier läuft ehrenamtlich nebenbei.

Hi,
>>
>
> umgekehrt wird ein Schuh draus: die Community hechelt ehrenamtlich  
> am Feierabend dem mit bezahlten Mitarbeitern halbgare  
> Presseverlautbarungen abgebenden Verein hinterher

das so derart pauschal zu sagen finde ich extrem unfair: sebmol hatte  
– als die Frage auf FZW aufkam – sehr zeitnah, nämlich genau eine  
halbe Stunde später!, eindeutig und  an sich für jeden  
unmißverständlich geantwortet:

„Die Darstellung der Welt stimmt nicht. Es gibt eine Vorstellung im  
Verein, im Laufe des nächsten Jahres ein paar Expertenrunden zu  
verschiedenen Themen durchzuführen, die für Wikipedia relevant sind. …  
Aus dieser Idee hat die Welt eine Art "kontrollierendes Gremium"  
konstruiert, das es nicht gibt und auch, zumindest von unserer Seite  
initiiert, nicht geben wird.“

Wenn sich dann noch tagelang weiter an dieser falschen Darstellung  
hochgezogen wird und mehr Halbwahrheiten, Verschwörungstheorien und  
geliebte Vorurteile gepflegt werden, als das man schlicht und einfach  
die Wahrheit zur Kenntnis nimmt („einen der WP vorgesetzten oder  
übergeordneten Beirat hat dieser Journalist mehr oder weniger  
erfunden, weil er nicht richtig zugehört oder phantasiert hat“), dann  
können wir auch nichts machen.

Man sieht es doch an der leidigen Diskussion mit Widescreen: Der hat  
kaum bis keine eine Ahnung davon was der Verein macht, aber wenn man  
versucht seine Fragen zu beantworten, dann kommen haarsträubende  
Tatsachenverdrehungen und Vorwürfe. Versucht man etwas zu beantworten,  
dann wird so lange gestochert bis man an einen Punkt von Informationen  
kommt, die eben nicht – manchmal auch noch nicht – in die  
Öffentlichkeit gehören. Zum professionellen Agieren des Vereins gehört  
es auch, daß Dinge erst dann an die Community weitergegeben werden,  
wenn sie fertig und spruchreif sind. Daraus irgendwelche Mauscheleien  
oder bösartiges Taktieren hinter dem Rücken der Community zu  
konstruieren ist nur eins: Unfair.
>
>
> Die Bitte von Mathias, Stiller Journalistenpost wenigstens eine  
> "ungestillte" Direktinformation der Community parallel zu schalten,  
> kann ich deshalb nur dringend unterstützen.

Das ist nicht so einfach. So wie ich das bisher beobachten und  
miterleben konnte, ist der Weg meist so: Es geht eine Pressemitteilung  
an die passenden Journalisten und Redaktionen raus und die rufen dann  
bei uns respektive Catrin an und erfragen Hintergründe. Wobei  
Hintergründe schon damit anfängt, daß die Presseleute zwar WP kennen  
und lesen, aber wenig bis gar kein Wissen darüber haben wie das  
Projekt funktioniert. Das die dann alles mögliche mißverstehen und  
sich irgendwelches komisches Zeug zusammenreimen ist so gesehen gar  
nicht verwunderlich. Und gerade Dir als Support-Team-Mitarbeiter  
sollte bekannt sein, _wie_ verdammt uninformiert viele Leute sind, die  
sich mit WP befassen!

Natürlich könnte man unsere Pressemitteilungen auch in die WP stellen:  
Ich frage mich nur, was das an wirklichem Mehrwert bringen sollte. Die  
PMs die ich bisher gelesen habe, bestanden zur Hälfte aus einer  
knappen WP-Beschreibung (wie ich oben ausführte ist das auch bitter  
nötig) und bietet für uns WPler also nix Neues. Interessant ist für WP- 
Leute nur die wirkliche Neuigkeit.

Die müßte nun aber für das Blog, für die WP-ML, den Kurier, die WP- 
Seite über den Verein, die Vereinswebseite, vielleicht sogar noch die  
ML der Vereinsmitglieder und – das gibts nämlich auch noch – den  
Newsletter für Vereinsmitglieder jeweils angepasst und entsprechend  
umformuliert werden, denn jedes Medium hat seine eigene Sprache und  
jeder Abonnent eines dieser Medien wünscht unterschiedlich  
angesprochen zu werden. Das hieße für Catrin, daß sie im schlimmsten  
Fall 8 (in Worten: Acht!) verschiedene Texte schreiben muß, die sie  
idealerweise auch sebmol und mir vorher zu lesen gibt. Dann  
korrigieren oder formulieren wir um, Catrin schreibt um, nochmal  
sebmol/Henriette und schon ist locker ein ganzer Arbeitstag rum, der  
nur und ausschließlich mit der Textproduktion verbracht wurde. Ich  
will nicht unbedingt sagen, daß sich das nicht lohnen würde, nur ist  
das ein Höllenaufwand und ich kann mir an drei Fingern ausrechnen, daß  
hinterher doch wieder lauter Leute angelaufen kommen und mal wieder  
nix mitbekommen haben und rumjammern, daß sie nicht informiert wurden.

Ich habe ja schon in den allerersten Anfangszeiten des Vereins die  
Frage nach der Informationspolitik mitgemacht und das das noch immer  
ein schwärendes Problem ist, das zeigt nur eins: Es ist verdammt  
schwierig auf allen Kanälen alle Leute zu erreichen. Und egal wie man  
es macht: Irgendwer hat immer einen Grund einen bestimmten Kanal nicht  
zur Kenntnis zu nehmen, nicht zu kennen und immer noch unzufrieden zu  
sein. Aber wir arbeiten daran und irgendwann kriegen wir das auch hin :)

Viele Grüße

Henriette