[Wikide-l] Botschaften, Stille Post & Co

Rainer Zenz rainerzenz at web.de
Fr Dez 12 16:21:11 UTC 2008


Am 12.12.2008 um 15:29 schrieb Sebastian Moleski:

> Wir nutzen diese Seite nicht, weil sie redundant zu Blog, Mailingliste
> und Website ist. Wir sind ständig dabei, unsere Aktivitäten klarer
> darzustellen. Bei jedem Vereinsprojekt fragen wir uns, wer wie wann wo
> eingebunden werden kann und was wie wann wo wem kommuniziert werden
> muss. Dabei sind wir sicherlich nicht perfekt und Fehler werden  
> gemacht.
> Aber wenn ich die Aktivitäten und die damit verbundene  
> Kommunikation von
> vor einem halben Jahr mit jetzt vergleiche, dann kann ich mich  
> nicht der
> Meinung anschließen, es gäbe ein Kommunikationsproblem.

Sebastian, ich hatte ja konstatiert, dass ihr informiert (und sicher  
besser als zu Anfang), doch die Informationen kommen offenbar nicht  
bei den Adressaten an oder nur bei wirklich aktiv interessierten. Das  
ist ein klassisches Kommunikatiosproblem. Zumindest dieser Teil der  
Sache ließe sich dadurch lösen, dass die Kommunikationswege optimiert  
werden. Will man Wikipedianer erreichen, tut man das am besten in der  
Wikipedia selbst, nicht in Blogs, auf anderen Websites oder  
Mailinglisten. Dann kann man [[Wikipedia:Wikimedia Deutschland e.V.]]  
auf seine Beobachtungsliste setzen und der Fall ist gelöst. Das  
bedeutet zunächst nur eine gewisse Verschiebung, nicht unbedingt  
Mehrarbeit.

Noch zu Ralfs Einwand: Natürlich ist Wikimedia grundsätzlich ein  
unabhängiger Förderverein und ich gehöre nicht zu den Leuten, die ihn  
als heimliche Regierung kritisieren. Nur ist die Wikipedia keine  
normale Institution, sondern ein großes soziales Experiment und  
Wikimedia ist de facto eng damit verknüpft, allein schon durch sein  
Personal - entsprechend müssen da auch eigene Formen des Austauschs  
und der Darstellung gefunden werden. Es ist eben einfach so, dass  
Wikipedia und Wikimedia in der Öffentlichkeit als "Einheit"  
wahrgenommen werden und es ist eben einfach so, dass mehr oder  
weniger viele Wikipedianer den Verein als eine Art selbsternannte  
Pressestelle oder gar Regierung wahrnehmen. Vieles davon ist Unfug,  
aber dem kann man nur durch eine offene, funktionierende  
Informationspolitik in beiden Richtungen begegnen. Und da hapert es  
einfach noch. Darin liegt kein Vorwurf, denn die Aufgabe ist nicht  
einfach, bewährte Vorbilder gibt es nicht, und die paar festen  
Mitarbeiter haben einen Haufen Arbeit zu erledigen.

Da es immer wieder zu Missverständnissen und Protesten kommt, halte  
ich es zum allseitigen Nutzen für sinnvoll, ein besser  
funktionierendes Kommunikationskonzept für Wikipedia <-> Wikimedia <- 
 > Öffentlichkeit zu erarbeiten.

Gruß, Rainer