Das wirklich Bedenkliche an der ganzen Situation ist nicht, dass Jimbo noch ein paar Tage/Wochen/Monate länger "in charge" ist, sondern das Misstrauen, das ihm hier entgegen gebracht wird. Er hat die wikipedia ermöglicht, und bis heute keinen Grund zum Zweifel an seinen Motiven geboten. Er hat die Wikimedia Foundation gegründet, damit langfristig *nicht* alles an seiner Person/Firma hängt. Der Prozess, die "Macht"
auf
mehr Schultern zu verteilen, läuft doch schon längst. Mehr Demokratie
zu
fordern hieße Eulen nach Athen tragen. Auf "Mitbestimmung für alle, sofort!" zu drängen, klingt in diesem Zusammenhang fatal nach "dann fällt vielleicht für mich auch noch 'nen Stück vom Kuchen ab". Mit dubiosen Anspielungen unbegründete Furcht vor schlechten
Entscheidungen
Anderer zu schüren ist eher eines selbsternannten Generals von der "Volksbefreiung" in Afrika würdig, der auch gern mal Boss spielen
möchte.
Magnus (sonst friedferting, momentan aber über alle Maßen erbost)
Ich stimme zu und gebe zu bedenken:
Ist es nicht das Wesen einer Stiftung, dass der Stifter mit dieser rechtlichen Organisationsform seinen Willen für alle Zeiten der von ihm geschaffenen Einheit aufzwingen kann. Gerade zu diesem Zweck haben sich die Juristen doch dieses Rechtsinstitut ausgedacht. Die Vorstellung, in einer Stiftung könnten die, die (nur) Beiträge leisten, das Sagen haben (und nicht der Wille des Stifters), erscheint mir als Juristen geradezu widersinnig.
Gruß Andrsvoss