Am Montag, 26. Januar 2004 00:14 schrieb Arne Klempert:
Nein, tu ich nicht. Ich bezweifle nur, dass Du jemandem finden wirst, der den Kopf hinhält (denn das tut nicht die wählende Basis, sondern immer nur wenige einzelne), wenn er nicht das letzte Wort hat bezüglich der Dinge, für die er den Kopf hinhält.
Im US-amerikanischen Recht kenne ich mich zwar überhaupt nicht aus, aber es würde mich sehr wundern, wenn es dort keinen Unterschied zwischen natürlichen und juristischen Personen gäbe.
Da kommt doch auf's glieche raus: Selbst dann hast Du einen Vorstand der juristischen Person, dem Du entsprechende Handlungsfreiheiten geben musst. Das spezifische Problem bei uns ist aber, dass diese nötigen operativen Handlungsfreiheiten bzgl. der Serverbetriebs automatisch Handlungsfreiheiten bezgl. des Gesamtprojektes mitbringen, die wir nicht wollen.
Ich formuliers nochmal deutlicher: Jimmy hat die benevolent-dictator-position im Moment über die Foundation für das komplette Projekt festgeschrieben. Ursprünglich war diese informelle(!) Position aber nur gedacht und allseitig akzeptiert, um ihm als Geldgeber (wer zahlt schafft an) und als Serviceprovider die Handlungsvollmachten zu geben, die aus diesen besonderen Eigenschaften seiner Person heraus resultierten. Jetzt haben wir aber neue Geldgeber: Allein die Spendenaktion im Januar dürfte etwa soviel gebracht haben, wie Jimmy in das Projekt investiert hat. Das heißt, das Projekt per se muss entweder dem "Benevolent Dictator" entzogen und demokratisiert werden (wer zahlt, schafft an, der Serviceprovider muss die Handlungsvollmachten für den Serverbetrieb behalten), oder wir kuscheln uns gemütlich in eine autokratische Situation ein, in der wir alle zum Zuträger einer geschlossenen Stiftung degradiert werden.
Denn um eine solche handelt es sich bereits heute. Wir jeden ja nicht über ein mögliches Konstrukt, sondern über ein bereits existierendes: Es gibt eine Gruppe von derzeit drei Personen (die Trustees) in den USA, die sämtliche Rechte an dem Namen eines Projekt beanspruchen, den sie nicht erfunden haben und das von ein paar tausend Leuten zu dem gemacht wurde, was es ist; die im Namen dieser Leute Geld eintreiben (derzeit 40.000 Euro) zur Finanzierung einer "Foundation", bei der die Verwendung der Gelder allein von diesen drei Personen abhängt. Nochmal für die, die noch aufwachen müssen: Das ist kein möglicher Zustand, das ist der Ist-Zustand. Die Foundation ist eingetragen, die Bylaws sind in Kraft.
Uli