Hallo,
am Sat, 15 Oct 2005 10:34:42 +0200 schrieb Matthias Walliczek:
Gerhard Jahnke schrieb:
Das halte ich auch für legitim, da alles andere für eine größtenteils von Laien erstellte Enzyklopädie zu verlangen illusorisch wäre.
Muss das wirklich so bleiben?
Ich befürchte ja, wer das nicht will, ist wie Uli bei Wikiweise besser zu Hause. Solange Wikipedia offen ist, werden mehr Laien als Fachleute schreiben, da die Laien einfach deutlich zahlreicher sind.
Braucht Wikipedia tatsächlich Laien, die die "Fakten" aus der neusten WWM-Sendung, der Tagesschau und anderen Medien in Wikipedia aktualisieren,
Warum schreibst Du die Fakten in Anführung? WWM würde ich normalerweise für zuverlässiger halten als die meisten von Wissenschaftlern geschriebenen Bücher. Und was aktuelle Darten angeht, auf die wir immer so stolz sind, wo sollen die herkommen als aus Fernseehen und anderen Medien? Über den Kanal durch die Palkstraße Bücher zu finden wird schwierig sein, also beruft man sich auf en Artikel im Spiegel (keine Ahnung, ob der Kanal schon erwähnt wird).
die einen Brockhaus-Artikel in WP zusammenfassen und meinen, mit zwei Büchern bewaffnet einen roten Link durch einen neuen Artikel zu ersetzen?
Brauchen? Vielleicht nicht. Aber wenn der Link tatsächlich rot war, warum nicht? Zwar gehöre ich nicht zu denen, die einen Zwei-Zeilen-Stummel für besser halten als einen roten Link, aber warum sollte eine Zusammenfassung eines guten Buches ergänzt durch ein paar ergoogelte Informationen nicht besser sein als kein Artikel?
Mag sein, dass das am Anfang aus verschiedenen Gründen nicht anders ging
- aber wäre es mittlerweile nicht besser, jeder schreibt nur über die
Themen, mit denen er sich auskennt? Der Niels-Bohr-Fan, der alles über dessen Leben weiß, würde nämlich auch die Sache mit dem Fußball wissen.
Der Bohr-Fan hält das ja vielleicht für unerheblich, oder er hat eine Biografie als Quelle verwendet, in der die Fußballkarriere als irrelevant weggelassen wurde. Wenn man dann eine solche Information aus einer vertrauenswürdigen Quelle erhält, warum nicht sie nachtragen? Das ist schließlich das Wiki-Prinzip.
Denn woher soll derjenige, der diese Information guten Glaubens nachträgt, wissen, dass er sich nicht auskennt? Wenn ein Wissenschaftler eine falsche Information verbreitet, tut er das doch auch im festen Glauben, sich auszukennen. Und Falschinformationen von Wissenschaftlern sind zwar (hoffentlich) deutlich seltener als die von Laien, aber mit Sicherheit wesentlich schlechter als solche zu identifizieren.
Gruß, Gerhard