Ich bin nicht überzeugt, dass es unbedingt zwei verschiedene Organisationen sein müssen. Sowas kann auch innerhalb einer Organisation (Foundation) sauber reregelt werden. Ich denke, dass der Vorschlag von zwei unterschiedlichen Organisationen (und insbesondere die Bezeichnung "Service Provider") hier zu einigen unnötigen Irritationen führen könnte.
Vielleicht magst Du das noch ein wenig relativieren, damit die aus meiner Sicht entscheidenden Ziele (internationale und demokratische Organisationsstruktur, Selbstbestimmung der Projekte) nicht untergehen.
Das Problem ist, dass Du nicht demokratisch sein kannst, wenn Du Inhalte verantworten musst: Das schließt sich gegenseitig aus. Ich zumindest würde keinen Service betreiben und verantworten wollen, wenn mit eine wie auch immer geartete denokratische Mehrheit sagen dürfte: Der inhalt soundso ist zwar illegal, aber Du musst ihn trotzdem auf dem Server lassen (und hast halt Pech, wenn Du Dich dafür vor Gericht verantworten musst). Ich denke, der Hauptgrund für den "Benevolent dictator" und für die aktuellen Bylaws der Foundation liegt darin, dass früher Jimmy und jetzt die Foundation letztlich den Inhalt rechtlich verantwortet. Und deshalb müssen wir den Betrieb der Server vom Projekt "Wikimedia" de jure trennen, wenn das Projekt demokratisch organisiert sein soll.
Uli