Hallo Thomas!
2014-09-06T22:19:13Z – Thomas Goldammer:
Wie machen denn das andere vergleichbar große Vereine?
Mir ist jetzt auf Anhieb kein vergleichbarer Verein eingefallen. Wenn wir in der gleichen Größenordnung bleiben, haben wir vor allem den Unterschied, dass die meisten Vereine in Regionalgruppen organisiert sind. Dann gibt es häufig Regelungen, dass bspw. zwei Drittel der Regionalgruppenleiter eine aoMV veranlassen können.
Außerdem vermute ich, dass die Konstellation mit grob 90 % passiven Mitgliedern auch eher selten ist.
Grüße, Robin
2014-09-08 2:33 GMT+02:00 Robin Krahl me@robin-krahl.de:
Hallo Thomas!
2014-09-06T22:19:13Z – Thomas Goldammer:
Wie machen denn das andere vergleichbar große Vereine?
Mir ist jetzt auf Anhieb kein vergleichbarer Verein eingefallen. Wenn wir in der gleichen Größenordnung bleiben, haben wir vor allem den Unterschied, dass die meisten Vereine in Regionalgruppen organisiert sind. Dann gibt es häufig Regelungen, dass bspw. zwei Drittel der Regionalgruppenleiter eine aoMV veranlassen können.
Außerdem vermute ich, dass die Konstellation mit grob 90 % passiven Mitgliedern auch eher selten ist.
grosse fussballvereine machen es mit "5% der mitglieder ..." und je nach dem, andere organe. zb borussia dortmund: http://www.bvb.de/content/download/81201/1206560/version/1/file/Satzung%20de... oder fc bayern münchen: http://wettengl.info/Blog/Dokumente/D095-Satzung-FC-Bayern-Muenchen-2010.pdf
rupert
2014-09-06T22:19:13Z – Thomas Goldammer:
Wie machen denn das andere vergleichbar große Vereine?
Gar nicht.
Mal im Ernst: Es gibt zwei Mitgliederversammlungen jedes Jahr, d.h. die nächste MV ist gerade mal 6 Monate hin. Dann kann das Präsidium ja jederzeit eine MV einberufen; auch die Kassenprüfer können dies, wenn ein in ihrer Tätigkeit liegender Grund vorliegt. Und jedes Mitglied kann einen Antrag auf eine aoMV an das Präsidium stellen.
Wird da wirklich ein zentrales Problem des Vereins gelöst?
Grundsätzlicher finde ich die Frage spannend, wie mit der juristischen Prüfung von Anträgen im Vorfeld der MV umzugehen ist. Wollen wir wirklich einen Service für alle Mitglieder anbieten, auf Kosten des Vereins juristischen Rat einzuholen? Das erscheint mir grundsätzlich problematisch. ____
DaB. schrieb weiter oben:
"Ich plane darüber hinaus auch einen Satzungsänderungsantrag einbringen, der inaktive Aktive-Mitglieder in Fördermitgliedern umwandelt um mal die Karteileichen, die eh nie wählen, zu entfernen; da sitze ich aber noch an den Details."
Eine Bitte: Tue es nicht. Du kannst natürlich Deine Freizeit so verbringen, wie Du möchtest, aber ich halte es für völlig ausgeschlossen (und auch für überhaupt nicht erstrebenswert), dass es eine juristisch saube Lösung für Dein Vorhaben gibt. Auch verstehe ich nicht, welches Problem damit gelöst werden soll - stören Dich die aktiven Mitglieder, die nicht wählen, in irgendeiner Weise? Again: Ist das irgendwie ein wirklich großes Problem für Wikimedia Deutschland?
Auch hier erscheint mir (ähnlich wie bei Deinem Antrag "Stärkung der finanziellen Unabhängigkeit" ( https://forum.wikimedia.de/wiki/Benutzer:DaB./St%C3%A4rkung_der_finanziellen...) das Pferd von Hinten aufgezäumt zu werden. Das, was Du in beiden Fällen erreichen möchtest, sollte doch nicht durch eine Satzungsänderung erfolgen, sondern das Ergebniss einer ausführlicheren Debatte innerhalb des Vereins sein. Welche Rolle spielen die aktiven Mitglieder? Wie sieht die mittelfristige Finanzplanung aus, welche Risiken etwa bezüglich der Beziehungen zur WMF bestehen und wie werden diese angegangen? Das sind tatsächlich wichtige Fragen, über die viel zu wenig gesprochen wird. Aber wenn wir das gleich über Satzungsänderungen angehen, statt ersteinmal zu diskutieren, wird sich a) nichts ändern (da die 2/3-Mehrheit für Satzungsänderungen enorm hoch ist) und b) ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass wir wirklich die beste Lösung finden.
- Mit freundlichen Grüßen,
Pavel Richter
Hallo Pavel, Am 08.09.2014 11:28, schrieb Pavel Richter:
Auch verstehe ich nicht, welches Problem damit gelöst werden soll - stören Dich die aktiven Mitglieder, die nicht wählen, in irgendeiner Weise? Again: Ist das irgendwie ein wirklich großes Problem für Wikimedia Deutschland?
sie stören mich indirekt. Und zwar deswegen, weil immer wieder behauptet wird, die Mitglieder, die zur Mitgliederversammlung kommen, würden nur einen sehr kleinen Teil der aktiven Mitglieder repräsentieren und man müsste die Nicht-Kommer mehr einbinden (z.B über Online-Wahlen). Ich denke, dass dies falsch ist und die Leute die zur MV kommen plus die Briefwähler den überwiegenden (>80%) Teil der aktiven Mitglieder ausmachen – und der Rest Karteileichen sind, die besser Fördermitglieder wären. Meiner Meinung nach resultieren diese inaktive Aktiven-Mitglieder aus der Zeit als Spendern nahgelegt wurde auch Vereins-Mitglied zu werden – jedoch nicht als Fördermitglied (was sinnvoll ist und auch heute AFAIK so gemacht wird), sondern als aktives Mitglied. Nebenbei verursachen diese nicht-aktiven Aktiv-Mitglieder auch noch jede Menge Kosten (z.B. in Form von Porto).
Mit freundlichen Grüßen DaB.
Hallo DaB., Am 8. September 2014 15:02 schrieb DaB. wp@dabpunkt.eu:
Hallo Pavel, Am 08.09.2014 11:28, schrieb Pavel Richter:
Auch verstehe ich nicht, welches Problem damit gelöst werden soll -
stören
Dich die aktiven Mitglieder, die nicht wählen, in irgendeiner Weise?
Again:
Ist das irgendwie ein wirklich großes Problem für Wikimedia Deutschland?
sie stören mich indirekt. Und zwar deswegen, weil immer wieder behauptet wird, die Mitglieder, die zur Mitgliederversammlung kommen, würden nur einen sehr kleinen Teil der aktiven Mitglieder repräsentieren und man müsste die Nicht-Kommer mehr einbinden (z.B über Online-Wahlen). Ich denke, dass dies falsch ist und die Leute die zur MV kommen plus die Briefwähler den überwiegenden (>80%) Teil der aktiven Mitglieder ausmachen – und der Rest Karteileichen sind, die besser Fördermitglieder wären.
Mh, ok, das leuchtet mir ein (auch wenn ich mir bezüglich der Prozentzahlen nicht so sicher bin - aber tatsächlich sind von den 1300 aktiven Mitgliedern viele dabei, die eigentlich genau das tun, was Fördermitglieder tun). Und ich bin auch davon überzeugt, dass es eine Menge Gründe gibt, warum Menschen nicht zu unseren MVs kommen, obwohl ihnen der Verein durchaus aktiv am Herzen liegt.
Genauso kann ich mir aber vorstellen, dass es unter den 11.000 Fördermitgliedern welche gibt, die sich tatsächlich sehr gerne aktiv am Vereinsleben beteiligen wollten, die aber (da sie nur gefragt wurden, ob sie Fördermitglieder werden wollen) vielleicht gar nichts von dieser Möglichkeit wissen?
Vielleicht würde es ja Sinn machen, die "aktiven" Mitglieder anzuschreiben und sie auf die Möglichkeit zur Fördermitgliedschaft hinzuweisen (auch wenn ich vermute, dass dies bei einigen eher komisch ankäme, könnte man das doch auch so sehen, als wollte man ihnen etwas "wegnehmen"); genauso könnte man auch die Fördermitglieder anschreiben und ihnen die Vorteile einer aktiven Mitgliedschaft erklären. Im Idealfalle gäbe das ein tolles Ergebnis.
ABER: Bei so etwas ist auch immer die Gefahr vorhanden, dass Menschen diese Fragen zum Anlass nehmen, Wikimedia Deutschland ganz zu verlassen. Daher wäre es, sollte man so vorgehen wollen, angebracht, das Fundraisingteam würde vielleicht mal einen Test machen.
ABER II: Das Fundraisingteam sitzt sicher nicht rum und wartet darauf, dass ich mit solchen Ideen komme. Die Vorbereitung der Herbstkampagne steht sicher aktuell im Mittelpunkt, und die ist natürlich wichtiger. Und auch ganz grundsätzlich ist das eine Frage für Vorstand und Fundraisingteam. Daher mag jemand diese Idee aufnehmen, oder auch nicht :-)
Viele Grüße,
Pavel
Hallo,
Wikimedia Nederland hat traditionell vor allem auf ordentliche Mitglieder gesetzt, weil es schön ist, wenn jemand sich damit den Weg zur Mitbestimmung (und allgemein zur Mitarbeit) offen hält.
Quoren für Anträge oder auch Fristen haben wir nicht; ich dächte da auch nur an eine Person, die zeitweilig quantitativ da etwas exzessiv aufgetreten ist. Ansonsten könnte ich mir da zumindest eine Frist vorstellen, da die anderen Mitglieder die Chance haben sollen, vor der MV sich die Sache genauer anzusehen.
Für einen viel größeren Verein wie WMDE könnte ich mir vorstellen, etwa 10 % der Mitglieder oder ansonsten einer Mindestanzahl wie z.B. 50 Mitgliedern das Antragsrecht zu geben (also entweder oder). Es sollte schon eine Hürde sein, da Anträge anderen Mitgliedern eben auch Arbeit machen.
Besten Gruß Ziko
Am Montag, 8. September 2014 schrieb Pavel Richter :
Hallo DaB., Am 8. September 2014 15:02 schrieb DaB. <wp@dabpunkt.eu javascript:;>:
Hallo Pavel, Am 08.09.2014 11:28, schrieb Pavel Richter:
Auch verstehe ich nicht, welches Problem damit gelöst werden soll -
stören
Dich die aktiven Mitglieder, die nicht wählen, in irgendeiner Weise?
Again:
Ist das irgendwie ein wirklich großes Problem für Wikimedia
Deutschland?
sie stören mich indirekt. Und zwar deswegen, weil immer wieder behauptet wird, die Mitglieder, die zur Mitgliederversammlung kommen, würden nur einen sehr kleinen Teil der aktiven Mitglieder repräsentieren und man müsste die Nicht-Kommer mehr einbinden (z.B über Online-Wahlen). Ich denke, dass dies falsch ist und die Leute die zur MV kommen plus die Briefwähler den überwiegenden (>80%) Teil der aktiven Mitglieder ausmachen – und der Rest Karteileichen sind, die besser Fördermitglieder wären.
Mh, ok, das leuchtet mir ein (auch wenn ich mir bezüglich der Prozentzahlen nicht so sicher bin - aber tatsächlich sind von den 1300 aktiven Mitgliedern viele dabei, die eigentlich genau das tun, was Fördermitglieder tun). Und ich bin auch davon überzeugt, dass es eine Menge Gründe gibt, warum Menschen nicht zu unseren MVs kommen, obwohl ihnen der Verein durchaus aktiv am Herzen liegt.
Genauso kann ich mir aber vorstellen, dass es unter den 11.000 Fördermitgliedern welche gibt, die sich tatsächlich sehr gerne aktiv am Vereinsleben beteiligen wollten, die aber (da sie nur gefragt wurden, ob sie Fördermitglieder werden wollen) vielleicht gar nichts von dieser Möglichkeit wissen?
Vielleicht würde es ja Sinn machen, die "aktiven" Mitglieder anzuschreiben und sie auf die Möglichkeit zur Fördermitgliedschaft hinzuweisen (auch wenn ich vermute, dass dies bei einigen eher komisch ankäme, könnte man das doch auch so sehen, als wollte man ihnen etwas "wegnehmen"); genauso könnte man auch die Fördermitglieder anschreiben und ihnen die Vorteile einer aktiven Mitgliedschaft erklären. Im Idealfalle gäbe das ein tolles Ergebnis.
ABER: Bei so etwas ist auch immer die Gefahr vorhanden, dass Menschen diese Fragen zum Anlass nehmen, Wikimedia Deutschland ganz zu verlassen. Daher wäre es, sollte man so vorgehen wollen, angebracht, das Fundraisingteam würde vielleicht mal einen Test machen.
ABER II: Das Fundraisingteam sitzt sicher nicht rum und wartet darauf, dass ich mit solchen Ideen komme. Die Vorbereitung der Herbstkampagne steht sicher aktuell im Mittelpunkt, und die ist natürlich wichtiger. Und auch ganz grundsätzlich ist das eine Frage für Vorstand und Fundraisingteam. Daher mag jemand diese Idee aufnehmen, oder auch nicht :-)
Viele Grüße,
Pavel _______________________________________________ VereinDE-l mailing list VereinDE-l@lists.wikimedia.org javascript:; https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/vereinde-l
Hallo Pavel Am 08.09.2014 11:28, schrieb Pavel Richter:
Auch hier erscheint mir (ähnlich wie bei Deinem Antrag "Stärkung der finanziellen Unabhängigkeit" ( https://forum.wikimedia.de/wiki/Benutzer:DaB./St%C3%A4rkung_der_finanziellen...) das Pferd von Hinten aufgezäumt zu werden. Das, was Du in beiden Fällen erreichen möchtest, sollte doch nicht durch eine Satzungsänderung erfolgen, sondern das Ergebniss einer ausführlicheren Debatte innerhalb des Vereins sein. Welche Rolle spielen die aktiven Mitglieder? Wie sieht die mittelfristige Finanzplanung aus, welche Risiken etwa bezüglich der Beziehungen zur WMF bestehen und wie werden diese angegangen? Das sind tatsächlich wichtige Fragen, über die viel zu wenig gesprochen wird. Aber wenn wir das gleich über Satzungsänderungen angehen, statt ersteinmal zu diskutieren, wird sich a) nichts ändern (da die 2/3-Mehrheit für Satzungsänderungen enorm hoch ist) und b) ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass wir wirklich die beste Lösung finden.
es handelt sich dabei um einen normalen Antrag und nicht um eine Satzungsänderung – dementsprechend kann er a.) von der MV verändert werden und braucht b.) keine 2/3 Mehrheit.
Du sagst, dass über solche Fragen zu wenig gesprochen wird. Das ist richtig, aber warum sagst du mir das? Präsidium und Vorstand wissen sehr genau, wann der Vertrag mit der WMF abläuft – warum kam da von eurer Seite nie etwas? Warum muss ich mich darum kümmern? Präsidium und Vorstand reden immer wieder mit WMF-Menschen (sei es auf der Wikimania, dem Chapter-Meeting oder im alltäglichen Kontakt; einige Vereins-Mitglieder haben oder hatten hohe Positionen bei der WMF inne). Warum habt ihr nicht schon längst abgeklärt, ob der aktuelle Vertrag mit der WMF in 2015 verlängert wird? Und falls ihr es getan habt: Warum habt ihr uns nicht informiert?
Bis spätestens zur MV im Frühling 2015 muss entweder der Vertrag mit der WMF verlängert worden sein, oder ein muss ein Antrag vorliegen wie wir verfahren wenn es keine Vertragsverlängerung gibt. Denn zur MV im Herbst 2015 (wenn wir also wissen was Sache ist, da der alte Vertrag im Sommer 2015 abläuft), muss bereits ein Haushaltsentwurf vorliegen und wir Mitglieder können nicht mehr beeinflussen wie der aussehen soll. Daher werde ich schon jetzt aktiv, damit falls mein Antrag abgelehnt wird, es immer noch die Möglichkeit der Nachbesserung zur Frühlings MV gibt.
Die MV ist erst in über 2 Monaten. Noch haben Präsidium und Vorstand Zeit eine Diskussion mit den Mitgliedern zu führen, noch haben Präsidium und Vorstand Zeit mit der WMF über den Vertrag zu sprechen, noch haben sie Zeit selbst eine Idee zu entwickeln, falls der Vertrag nicht verlängert wird. Ich bin weder Vorstand noch im Präsidium, ich bin ein einfaches Mitglied: Und als Mitglied darf ich nur Anträge stellen.
Mit freundlichen Grüßen DaB.
vereinde-l@lists.wikimedia.org